10.01.2010

zzzzzzz

Knecht lag wach auf meiner Wohnzimmercouch, ich hatte ihm angeboten übers Wochenende hier zu übernachten. Der nahe See sorgte dafür,dass es reichlich Moskitos gab in diesem feuchtwarmen Sommer. Knecht meinte diese Moskitos können CO2 riechen, sobald man kurz ausatmet sind sie schon im Landeanflug. Ich schlug vor, dass er aufhört zu atmen, damit ich zwei Zimmer weiter schlafen kann, das andauernde klatsch, patsch, pau, beim Moskitos erschlagen hatte mich aus der Nachtruhe geholt.
Knecht meinte das wäre keine langfristige Lösung, weil der Mensch auch über die Haut CO2 ausscheidet. Aber langfristig müsste die Moskitopopulation stark abnehmen, denn der Treibhauseffekt führt ja auch zu einem Anstieg des CO2 Gehaltes in der Luft, also riecht die ganze Welt bald so stark nach CO2, dass Moskitos wahllos zustechen, in Kühlschranktüren, Kotflügel, Schneemänner (das nur sehr selten), so daß die Wahrscheinlichkeit einen Menschen zu stechen immer geringer wird. Über diesen Gedanken schlief ich wieder ein.

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warum schreibt man eigentlich oder ist die Frage eher: warum schreibt man nicht? Geschriebene Worte sind Herzblutspenden, überlieferte Weisheit, in Stein gemeißelte Gefühle, mitgeteilte Gedankenblitze. Nervenpolaroids so manche, filigrane Gebäude die anderen. Wie sonst soll man sich durch die Seelenlandschaften finden? Durch die sonnigen Gärten, sandigen Strände, kühlen Wälder, Höhlen und Grotten der Seele? Geschriebenes ist wie eine Landkarte um den geneigten Leser durch die inneren und äußeren Welten zu leiten, mögliche Überschneidungen der Universen zu finden. Worte sind dabei die Lampe am Helm des Höhlenforschers, der Projektor auf dem die Filme der Vergangenheit und der Träume ablaufen. So manch Gedicht ist Balsam, die eine oder andere Geschichte das pure Leben, ein Artikel kann Wunder wirken, Poesie ist Zauberei und wer lauscht nicht gern dem Wort des Mimen? Worte die geschrieben sind erhalten eine zusätzliche Dimension im Vergleich zu gesprochenen, sie reiten in der Zeit. Das Hier und Jetzt gebannt in einem erstarrten Augenaufschlag, der beim Lesen wieder in Bewegung gerät, sich zur Gegenwart gesellt und erneut entsteht.